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	<title>Bulimie und das Leben danach</title>
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	<description>Gedanken über den Lebensweg</description>
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		<title>Bulimie und das Leben danach</title>
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		<title>Schöner Sonntag</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 12:36:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Inzwischen hat sich etwas getan. Meine Kaffeemaschine war nur krank. Für weniger als €100 ließ sie sich reparieren und revitalisieren. Jetzt sieht sie fast wie neu aus. Wie schön es ist, wieder daheim einen Kaffee trinken zu können!
Was Arbeit betrifft, ich habe die neue Stelle bekommen. Darüber freue ich mich sehr. Ich bin optimistisch, freue [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1193&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Inzwischen hat sich etwas getan. Meine Kaffeemaschine war nur krank. Für weniger als €100 ließ sie sich reparieren und revitalisieren. Jetzt sieht sie fast wie neu aus. Wie schön es ist, wieder daheim einen Kaffee trinken zu können!</p>
<p>Was Arbeit betrifft, ich habe die neue Stelle bekommen. Darüber freue ich mich sehr. Ich bin optimistisch, freue mich auf die neue Herausforderung, und habe den Eindruck, dass ich wieder mit einem guten Team zusammenarbeiten werde.</p>
<p>Was mich fast am Meisten freut, ist die Tatsache, dass ich einfach weitermachen konnte, ohne zu grübeln. Ich blieb in Bewegung, hatte Vertrauen zum Universum, und war zuversichtlich, dass genau das Richtige kommen würde. So konnte ich die Nachricht, dass sie sich für mich entschieden hatten, mit Freude annehmen. Dennoch ist das Leben in der Zwischenzeit weiter gegangen.</p>
<p>Das zeigt mir, wie ausschlaggebend die Einstellung für das Gemüt ist. Auch wenn sich außen nichts ändert, wenn die innere Einstellung adaptiert wird, kann sich die Lage entspannen &#8212; oder gar verbessern!</p>
<p>Heute ging ich zum Mittag alleine essen &#8212; zum Inder um die Ecke. Sie haben ein ausgezeichnetes Büffet am Sonntag. Seit Wochen überlegte ich hinzugehen, war aber nicht so gut drauf. Es ist manchmal für mich eine Überwindung, alleine essen zu gehen. Die Stimmung muss einfach passen &#8212; wie heute.</p>
<p>Am Nachmittag treffe ich ein paar Freundinnen am Martinimarkt. Ich freue mich auf eine lustige Unterhaltung. Nach den vielen Terminen der letzten paar Wochen, ist es erfrischend, ein freies Wochenende zu haben und abschalten zu können.</p>
<p>Gestern habe ich fast den ganzen Tag nur gelesen. Heute früh war ich ausnahmsweise in der Kirche (berufsbedingt) und sang mit meinen Kollegen/Kleinten ein Lied. Das war schön. Ich bin zwar ein spiritueller Mensch, gehe aber selten in die Kirche. Obwohl, in Kirchen gehe ich schon gerne &#8212; wenn keiner dort ist. Sie sind so schön ruhig und irgendwie magisch. Da zünde ich gerne Kerzen an und denke in Ruhe nach.</p>
<p>Tja, ich bin gespannt &#8212; es kommt wieder ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Die Umstellung diesmal wird nicht ganz so dramatisch sein &#8212; da ich in einem ähnlichen Bereich arbeiten werde. Es ist ähnlich dem Kinderkriegen. Die Umstellung von keinem zu einem Kind ist überwältigend. Ab dem zweiten Kind, läuft es einfach mit. So war letztes Jahr die Umstellung, wieder zu arbeiten größer, als jetzt die Arbeitsstelle zu wechseln.</p>
<p>Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag mit viel Ruhe, Zuversicht und Vertrauen! Hinter den Wolken scheint die Sonne!</p>
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		<title>Es wird schon</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 15:21:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das heißt nicht, dass heute alles klar ist. Es bedeutet nicht, dass seit letzter Woche alles anders ist. Nein, nur meine Einstellung hat sich geändert.
Nach wie vor weiß icht nicht, wo ich im Dezember arbeiten werde. Aber ich werde arbeiten, das ist sicher. Eine Arbeitskollegin hatte ebenfalls ein Vorstellungsgespräch. Sie oder ich. Da merkte ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1189&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Das heißt nicht, dass heute alles klar ist. Es bedeutet nicht, dass seit letzter Woche alles anders ist. Nein, nur meine Einstellung hat sich geändert.</p>
<p>Nach wie vor weiß icht nicht, wo ich im Dezember arbeiten werde. Aber ich werde arbeiten, das ist sicher. Eine Arbeitskollegin hatte ebenfalls ein Vorstellungsgespräch. Sie oder ich. Da merkte ich plötzlich, dass ich die andere Arbeit gerne machen würde, und da kam so etwas wie Konkurrenz auf. Das war sehr unangenehm.</p>
<p>Zum Glück rief sie mich an. Es ging um etwas anderes, aber ich erwähnte das auch. Es stellte sich heraus, dass es uns beiden ähnlich ging. Wir kamen beide zu dem Schluß, dass wir es dem Universum überlassen. Beide Arbeitsstellen haben Vor- und Nachteile, also sind wir beide bereit, dort zu arbeiten, wo wir eingeteilt werden. Es passt. Ich bin froh, dass wir das besprochen haben.</p>
<p>Mein nächstes Seminar ist in zwei Wochen. Heute weiß ich noch nicht genau, wie es wird, aber ich bin zuversichtlich, dass es stattfinden und gut über die Bühne gehen wird.</p>
<p>Mein Vertrauen ist wieder da! Obwohl es heute genau so kalt und grau ist, schwebe ich darüber. Ich schwebe in der Schwebe, mit Allem! Heute stört mich das nicht. Kinder, Arbeit, Ausbildung, Projekt, Musik&#8230; es ist alles ein Lernprozess. Ich bin mitten drin!</p>
<p>Was hat mir geholfen? Erstens, das Gespräch mit anderen zu suchen. Der Austausch mit Freunden, ArbeitskollegInnen, SchulkollegInnen ist sehr wertvoll &#8212; und beruhigend! </p>
<p>Zweitens, freue ich mich nach wie vor an Kleinigkeiten &#8212; Sonne, Katze, gutes Essen, eine Tasse Tee. Meine Erwartungen derzeit sind recht bescheiden &#8212; also gut erfüllbar!</p>
<p>Drittens, ich habe mich entschleunigt. Die Erwartungen sind hinuntergeschraubt und ich gehe langsam, aber sicher, vorwärts. Das reicht mir. Es ist jetzt so wie es ist. Die kleinen Ergebnisse freuen mich, die kleinen Schritte geben Bestätigung. Jeder Schritt führt zum nächsten, und tatsächlich: es geht was weiter!</p>
<p>In den letzten Tagen habe ich viel gebetet &#8212; für mich und für andere. Es war notwendig. Heute lichtet es sich etwas. Ich atme auf und spüre: das volle Vertrauen ist wieder Mal da! Gott sei Dank!</p>
<p>Beim Seminar und bei der Ausbildung geht es viel um Ziele. Aber heute, für mein Leben, gilt: Der Weg ist das Ziel!</p>
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		<title>Kurzer Gedanke auf dem Weg</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:16:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich muss gleich zur Arbeit düsen, aber mir fiel gerade etwas ein, was ich fast vergessen hatte. Das Universum/Gott gibt mir nur so viel, das ich bewältigen kann. Also, auch wenn ich meine, es wird mir zuviel, jemand anderer weiß es besser. Das heißt, ich konzentriere mich heute darauf, mein Vertrauen zu stärken und errinere [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1185&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich muss gleich zur Arbeit düsen, aber mir fiel gerade etwas ein, was ich fast vergessen hatte. Das Universum/Gott gibt mir nur so viel, das ich bewältigen kann. Also, auch wenn ich meine, es wird mir zuviel, jemand anderer weiß es besser. Das heißt, ich konzentriere mich heute darauf, mein Vertrauen zu stärken und errinere mich daran, dass ich das sehr wohl schaffen werde.</p>
<p>Es muss nicht alles heute geregelt werden und es darf ganz viel in der Schwebe sein. Stück für Stück erledige ich Dinge, dann wird diese Wolke immer kleiner. Irgendwann wird dann die Sonne durchscheinen &#8212; bis die nächste Regenwolke durchzieht.</p>
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		<title>Durchhalten!</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 13:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schwer und mühsam ist die Zeit. Ich fühle mich unglaublich träge. Es liegt in der Luft. Ich habe mit einigen Freundinnen gesprochen, und es geht ihnen auch so.
Was tun, wenn es so mühsam ist? Durchhalten, aber mit Ressourcen! Wie meine ich das? Ich rufe Freunde an. Ich rede mit ihnen. Ich geh hinaus eine Runde [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1179&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Schwer und mühsam ist die Zeit. Ich fühle mich unglaublich träge. Es liegt in der Luft. Ich habe mit einigen Freundinnen gesprochen, und es geht ihnen auch so.</p>
<p>Was tun, wenn es so mühsam ist? Durchhalten, aber mit Ressourcen! Wie meine ich das? Ich rufe Freunde an. Ich rede mit ihnen. Ich geh hinaus eine Runde spazieren und tanke Sonne. Ich bete. Ich erlaube mir, dass ich schlicht und einfach nicht gerade fit bin. Es ist so.</p>
<p>Auch diese düstere Zeit wird vorbei gehen. Anscheinend sind die Planeten derzeit auch nicht gerade günstig. Aber ich habe schon Schlimmeres erlebt und bin damit fertig geworden.</p>
<p>Ich akzeptiere, dass mein Energiepegel recht tief gesunken ist. Daher dauern manche Tätigkeiten einfach länger, also stelle ich mich darauf ein. Am liebsten habe ich es, wenn alles fließt, wenn alles leicht von der Hand geht. Die Zeit kommt bestimmt wieder.</p>
<p>Vor dem Spaziergang esse ich noch eine Kürbiscreme Suppe. Die ist leicht zu machen, schmeckt gut, und erinnert mich an die schöne Seite dieser Tage. Es gibt viel Kürbis!</p>
<p>Diese Betrachtungsweise hilft mir, geduldig zu sein. Und dankbar. Ich bin dankbar für die Sachen, die mir dennoch gelingen. Ich bin dankbar für meine Freundinnen. Und ich bin dankbar für Kleinigkeiten &#8212; ein Lächeln von dem sonst grantigen Nachbarn, die Jasminpflanze am Balkon blüht wieder kräftig, wunderschönes buntes Laub liegt überall auf Straßen und Gehsteige verstreut und leuchtet in der Sonne, die Katze sucht meine Nähe (und ich ihre!). Es gibt auch ein paar Ziele, die in den nächsten Wochen erreicht werden &#8212; so oder so. Das gibt mir Hoffnung. Ich schnaufe tief durch und gehe weiter.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>All die Seelen</title>
		<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/11/02/all-die-seelen/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 19:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herausforderungen des Alltags]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist die Jahreszeit, in der die Grenze zwischen den Welten der Lebenden und den Verstorbenen am durchlässigsten ist. Allerheiligen und Allerseelen stimmen mich meistens nachdenklich, wenn nicht sogar traurig.
Meine Gedanken wandern eigenständig zu den lieben Leuten, die nicht mehr in meiner Welt leben, die ich vermisse. Das ist einfach so. In diesen Tagen bin [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1176&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist die Jahreszeit, in der die Grenze zwischen den Welten der Lebenden und den Verstorbenen am durchlässigsten ist. Allerheiligen und Allerseelen stimmen mich meistens nachdenklich, wenn nicht sogar traurig.</p>
<p>Meine Gedanken wandern eigenständig zu den lieben Leuten, die nicht mehr in meiner Welt leben, die ich vermisse. Das ist einfach so. In diesen Tagen bin ich sehnsüchtig-melancholisch unterwegs. Heuer ist es ein bisschen anders. Da wandern meine Gedanken auch zu den Leuten, die durchaus noch in dieser Welt leben, aber in meinem Leben nicht mehr so präsent sind.</p>
<p>Gestern Nachmittag habe ich bis 18 Uhr arbeiten müssen (dürfen). Ich traute mich nicht, zu unserem alljährlichen Familientreffen zu gehen. Jedes Jahr gehen alle gemeinsam auf den Friedhof und dann setzen wir uns zusammen für Kaffee und Kuchen, was meistens dann in Wein und eine Jause übergeht. Es kann recht spät werden. Jedes Jahr wechseln wir uns ab, und heuer hat mir keiner was gesagt.</p>
<p>Kurz davor erfuhr ich wo sie sich treffen würden, aber ich war nicht in Stimmung, einfach hin zu gehen &#8212; was ich bei manchem Anlass (z.B. Geburtstag) durchaus mache. Es war anders. Einerseits war ich leicht gekränkt, andererseits wurde mir bewusst, dass es eine Art Abschied ist &#8212; von meinem früheren Leben.</p>
<p>Vielschichtig unterwegs wie immer, es zeichnet sich die Veränderung in meinem Leben ab. Trennung und Abschied. Vor einem halben Jahr bin ich für eine zeitlich nicht-definierte Auszeit in eine neue Wohnung eingezogen. Für die meisten Menschen wird das als Schlussstrich gedeutet. Vielleicht ist es das auch, aber ich will es gar nicht wahrhaben. Momentan ist mir nicht so klar, was ich will, aber ich bin zuversichtlich, es wird sich mit der Zeit zeigen.</p>
<p>Es ist halt so: Ich habe mich bewusst für diese Veränderung entschieden, aber es kommen immer wieder neue Aspekte hinzu, die ich vorher nicht überlegt hatte bzw. die mir nicht bewusst waren. Nein, ich beklage mich nicht, und jammere auch nicht. Ich glaube, ich nehme sie einfach zur Kenntnis.</p>
<p>Tja, welche schwierige Entscheidung treffe ich, bei der ich von vornherein alles weiß? Früher habe ich mir eingebildet, ich könnte das machen. Deshalb traf ich kaum eine Entscheidung &#8212; weil mir ständig neue, mögliche Auswirkungen in den Sinn kamen. Ich kann nicht vorher alles wissen. Nein, ich treffe Entscheidungen mit meinem jeweiligen Wissen. Die Konsequenzen kommen ganz von selbst. Es liegt an mir, damit fertig zu werden. Tut mir leid, wenn das alles etwas düster klingt. Es ist überhaupt nicht so gemeint.</p>
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		<title>Ein verregneter Tag</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 18:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herausforderungen des Alltags]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Durchhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Laune]]></category>
		<category><![CDATA[Müdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mühe]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine anstrengende Woche. Das Wetter am Wochenende war schön und hielt mich bei guter Laune. Aber heute als ich um 10 uhr wach wurde, war es so dunkel draußen! Es regnete den ganzen Tag &#8212; und mit dem Regen kam auf einmal die Empfindung der ganzen Anstrengung von den vergangenen Tagen. Es war [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1172&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es war eine anstrengende Woche. Das Wetter am Wochenende war schön und hielt mich bei guter Laune. Aber heute als ich um 10 uhr wach wurde, war es so dunkel draußen! Es regnete den ganzen Tag &#8212; und mit dem Regen kam auf einmal die Empfindung der ganzen Anstrengung von den vergangenen Tagen. Es war zum Teil recht heftig &#8212; wenn auch halbwegs überstanden. Eine geballte Ladung von mittleren und mini-Krisen.</p>
<p>Es steht so viel an! Heute Nachmittag war ich mit einem Kollegen verabredet. Wir sollten einige Korrekturen für unser gemeinsames Projekt erarbeiten. Um ehrlich zu sein, ich hatte Null-Bock! Schon als ich das Mail mit den Verbesserungsvorschlägen erhielt, war ich leicht frustriert. Wie wohltuend, als ich dort ankam, zu erfahren: es ging ihm genau gleich. Geteiltes Leid ist wirklich das halbe Leid.</p>
<p>Wir gingen dann an die Arbeit, und haben es recht gut hingekriegt. Aber der Anfang war mühsam. Momentan ist es einfach mühsam. Es liegt irgendwie in der Luft. </p>
<p>Heute morgen wollte ich meine schlechte Laune mit einem Gedicht erhellen, aber es fiel mir nichts ein. Jetzt am Abend nach getaner Arbeit, entstand Folgendes:</p>
<p>Jeder Tag bringt eine Krise,<br />
jeder Tag beginnt ganz neu.<br />
Nur Veränderung bleibt stabil<br />
Die ist mir immer treu.</p>
<p>Montags Krise war gar nicht fein<br />
Ich fühlte mich so schrecklich allein.<br />
Dienstag fand ich dafür einen Namen<br />
Und packte sie (die Krise) am Kragen.<br />
Mittwoch holte ich Hilfe zu mir<br />
Da war ich nicht mehr isoliert.<br />
Donnerstag suchte ich mehr Ressourcen<br />
Und manches ließ ich gar outsourcen.<br />
Samstag war die Lösung nah<br />
Unglaublich wie es dann geschah…<br />
Krise vorbei, aber was sehe ich da:<br />
Die nächste Krise ist schon da!</p>
<p>Jeder Tag bringt eine Krise,<br />
jeder Tag beginnt ganz neu.<br />
Nur Veränderung bleibt stabil<br />
Die ist mir immer treu.</p>
<p>Es ist zwar nicht zum Lachen &#8212; eher zum Schmunzeln, aber gibt mir ein bisschen Perspektive. Es ist halt so.</p>
<p>Und falls ich vergessen sollte: Ich wollte ein aufregendes Leben! Ich habe es bekommen!</p>
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		<title>Nächster Schritt</title>
		<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/30/nachster-schritt/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 17:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herausforderungen des Alltags]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Bewältigungsstrategien]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Anstrengung]]></category>
		<category><![CDATA[Bewältigung]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Faulheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erholungsbedürftigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Erholungsphase]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Leben nach einer Trennung]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, diese Sache mit der Krise hat einiges ins Rollen gebracht. Mir ist jetzt klar, dass ich mein Faulenzen nicht negativ verurteilen möchte. Es war notwendig! Ich habe mich nach über 20 angespannten Jahren einfach erholen müssen! Es war eine wohltat, nichts tun zu müssen. Ich war wie gelähmt, doch genoß ich es auch. Einerseits [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1163&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Tja, diese Sache mit der Krise hat einiges ins Rollen gebracht. Mir ist jetzt klar, dass ich mein Faulenzen nicht negativ verurteilen möchte. Es war notwendig! Ich habe mich nach über 20 angespannten Jahren einfach erholen müssen! Es war eine wohltat, nichts tun zu müssen. Ich war wie gelähmt, doch genoß ich es auch. Einerseits die Umstellung, andererseits Nachholbedarf: endlich eine Zeitlang nichts tun! Herrlich!</p>
<p>Diese Erholungsphase dauerte sechs Monate. Und wenn schon! Ich habe mir gerade überlegt: Im Prinzip, kann ich mir erlauben, so viel Zeit zu nehmen, wie ich brauche. Denn die nächste Herausforderung bzw. Krise kommt bestimmt &#8212; garantiert! Also kann es mir egal sein, in welcher Krise ich mich gerade befinde. Ob ich langsam oder schnell bin ist nicht wesentlich. Es geht um die Erfahrung. Da ich sowieso nicht die Schnellste bin, wenn es um Veränderung geht, erwarte ich es jetzt auch nicht von mir.</p>
<p>Das Gefühl ist ähnlich dem nach einer starken, fast grippigen Erkältung: Ich meine, ich bin gesund und will endlich weiter machen, aber der Körper macht noch schlapp. Ich zweifele, ob ich je wieder Energie haben werde. Ein paar Wochen später bin ich wieder top fit. Und so ist es jetzt. </p>
<p>Gestern war ein wunderbarer Tag. Ich habe viele Sachen erledigt, die schon lange anstanden. Abends bin ich richtig zufrieden ins Bett gegangen. Heute bin ich auch gut unterwegs.</p>
<p>Um es klar zu stellen: Ich will mich jetzt nicht komplett herausreden. Ich bin schon faul, und nehme alles lieber recht gemütlich. Das stimmt schon. Wozu übermäßig anstrengen? Aber es kam dazu, dass viel in meinem Kopf (und feinstofflich im Körper) am arbeiten war, also konnte ich mich nicht so stark motivieren/konzentrieren wie ich wollte. Jetzt habe ich das Gefühl, als wäre ich leichter &#8212; frei, beweglich, und bereit mich anzustrengen!</p>
<p>Also, falls jemand motivationslose Gefühle hat, Kopf hoch! Es wird schon! Gibt dir die Zeit, die du brauchst. Auch du kannst nicht immer Voll-Dampf-voraus funktionieren! Hoffe ich, zumindest. Sonst kriege ich noch Minderwertigkeitsgefühle! I-gitt! <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Bewältigung einer Mini-Krise</title>
		<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/28/bewaltigung-einer-mini-krise/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 20:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herausforderungen des Alltags]]></category>
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		<category><![CDATA[Essigfliegen]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Das war sehr hilfreich, über meinen Krisenplan zu schreiben. Danach ging ich in die Küche und zum 20. Mal war die Küche voller Essigfliegen.
Zur Vorgeschichte: Ich kam am Montag nach dem Seminar nach Hause und entdeckte zwei Gläser auf dem Esstisch. Sie waren beide halb voll mit irgendsoeinem Fruchtsaftgemisch und es schwirrten Essigfliegen herum. Sie [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1158&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Das war sehr hilfreich, über meinen Krisenplan zu schreiben. Danach ging ich in die Küche und zum 20. Mal war die Küche voller Essigfliegen.</p>
<p>Zur Vorgeschichte: Ich kam am Montag nach dem Seminar nach Hause und entdeckte zwei Gläser auf dem Esstisch. Sie waren beide halb voll mit irgendsoeinem Fruchtsaftgemisch und es schwirrten Essigfliegen herum. Sie waren überall! Ich räumte auf und holte den Staubsauger um sie zu entfernen.</p>
<p>Gestern waren noch immer so viele Essigfliegen in der Küche, und heute auch. Ich saugte weiter. Dann schrieb ich über Krisenbewältigung. Danach ging ich in die Küche &#8212; und da waren wieder so viele!</p>
<p>Auf einmal kam ein Gedanke: Ich habe ein Problem. Eine Krise. Die müssen doch irgendwoher kommen. Die Gläser mit Fruchtsaft sind schon lange weg, es müsste doch besser werden. Ich hatte schon alles durchgeschaut, aber mir fiel auf, dass sie auch an den unteren Kastentüren waren. Ich öffnete das Backrohr. Da schwirrten sie heraus. Dann blickte ich hinein.</p>
<p>Letzte Woche habe ich einen Apfelstrudel gebacken. Ich habe nur die Hälfte gegessen. Die andere Hälfte war noch drin! Oh, mein Gott! Schrecklich! Der Apfelstrudel hatte schon ein Eigenleben entwickelt!</p>
<p>Jetzt ist alles entsorgt, gereinigt, und die restlichen Fliegen mit dem Staubsauger entfernt. Es kann nur besser werden!</p>
<p>Also: Ob Krise oder Problem: Benenne es! Schau nicht weg! Wenn du meinst, die Ursache entfernt zu haben und es wird nicht besser: Weiter schauen! </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Strukturen finden</title>
		<link>http://bulimievorbei.wordpress.com/2009/10/28/strukturen-finden/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 19:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
				<category><![CDATA[Herausforderungen des Alltags]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergangenes Wochenende gab es wieder eine Ausbildungseinheit, diesmal zum Thema: Krisenintervention. Da ein Teil des Seminars auf Selbsterfahrung basiert, sind dementsprechend einige Krisen ans Licht gebracht worden.
Wieder einmal meinte ich, ganz oben zu stehen. Über die Dinge. Tja, ich habe schon soooo viele Krisen hinter mir. Mich erschüttert nichts mehr. Dachte ich.
Es ging darum, eigene [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1153&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vergangenes Wochenende gab es wieder eine Ausbildungseinheit, diesmal zum Thema: Krisenintervention. Da ein Teil des Seminars auf Selbsterfahrung basiert, sind dementsprechend einige Krisen ans Licht gebracht worden.</p>
<p>Wieder einmal meinte ich, ganz oben zu stehen. Über die Dinge. Tja, ich habe schon soooo viele Krisen hinter mir. Mich erschüttert nichts mehr. Dachte ich.</p>
<p>Es ging darum, eigene Krisenmuster anzuschauen. Bei mir war es typisch, keine Krise zu sehen. Ich schob es meistens weg, ignorierte es einfach, oder sagte mir: &#8222;Anderen geht es viel schlimmer.&#8220; &#8222;Das schaffe ich schon.&#8220; Dann packte mich noch das Selbstmitleid und ich isolierte. Natürlich meinte ich, das Problem (so bald ich es erkannte) muss ich alleine lösen. Ich komme alleine zu Recht.</p>
<p>Ich gebe zu, ich habe schon sehr viel geschafft &#8212; und alleine. Aber der Einblick in mein Verhaltensmuster zeigte mir, dass es meistens besser wurde, nachdem ich Hilfe von außen annahm. Es ging auch wesentlich schneller voran.</p>
<p>Die Bulimie ist ein großartiges Beispiel dafür. Ich werkte viele Jahre &#8212; alleine &#8212; herum, aber der Durchbruch kam während der Gruppentherapie.</p>
<p>Auch meine Ehe war eine Geschichte der Einsamkeit. Ich machte alles mit mir selber aus. Und so vergingen viele Jahre. Bestimmt, es hat sich was getan, aber ich blieb lange dabei, ohne die Situation zu verbessern.</p>
<p>Ein großer Stolperstein war mein Bedürfnis, alles von vorn herein auszudenken. Ich wollte vorher wissen, was kommt. Da ich das nie wissen konnte, änderte ich nichts.</p>
<p>Dieses Wochenende wurde mir klar, dass es andere Strategien gibt. Ich kann mir sogar einen Krisenplan zurecht legen. Erstens muss ich erkennen, dass ich eine Krise habe &#8212; und diese benennen. So bald das klar ist, kann ich ein Ziel formulieren. Dann geht es darum, mich nach Ressourcen umzusehen. Wo gibt es Hilfe? Wer kann mir helfen? Ich werde aktiv und gehe nach außen, anstatt mich in die Isolation zurück zu ziehen.</p>
<p>Das Leben ist voller Krisen &#8212; groß und klein. Jeder Tag fordert mich heraus, auch Mini-Krisen zu lösen. Doch genau diese Mini-Krisen geben mir die Gelegenheit zu üben. Krisen sind nichts Negatives. Sie bieten mir die Möglichkeit, mich weiter zu entwickeln. Nach jeder Krise bin ich ein anderer Mensch.</p>
<p>So war es mit der Bulimie. Durch die Krankheit habe ich mich wirklich weiter entwickelt. Während der Genesung war ich manchmal ungeduldig und frustriert. Ich meinte: &#8222;Jetzt wo ich gesund bin, sollte alles wunderbar sein!&#8220; Es war aber nach wie vor eine Mischung aus Freude, Trauer, Erfolgserlebnisse, Frust, Hoffnung, Angst, Zufriedenheit und Einsamkeit. Nur war es anders, weil ich keine Fressanfälle mehr hatte und nicht mehr kotzte. Aber es war ebenfalls eine Krise &#8212; mit lauter kleinen Krisen.</p>
<p>Dank diesem Seminar wurde mir klar, dass ich jetzt auch in einer Krise bin. Ich bin zwar ausgezogen, aber die Krise jetzt ist: Mein neues Leben bewältigen! Ich brauche neue Strukturen. Zu Beginn war ich nur erleichtert, meine Tage so zu gestalten wie es mir passt. Ich war niemandem Rechenschaft schuldig.</p>
<p>Es ist viel los und doch habe ich relativ viel Freizeit. Auch ohne Bulimie beherrsche ich die Kunst des Zeitverplemperns. Zuerst war es schön, so faul herum zu liegen. Ich habe mit voller Hingabe mich dem Faulenzen gewidmet. Es war so erleichternd! Aber jetzt wohne ich bald ein halbes Jahr getrennt von meinem Mann, und jetzt brauche ich Struktur. Ich rebellierte gegen seine Regeln und Anschauung, aber &#8222;Ich will nicht&#8230;&#8220; ist zu wenig. Jezt ist angesagt: &#8222;Ich will&#8230;&#8220; Ganz klar.</p>
<p>Ja, meine Krise hat einen Namen: Ich brauche Struktur. Ich arbeite, mache eine Ausbildung &#8212; und ein Projekt dafür, nehme Gesang- und Gitarrenunterricht, mache einen Yoga-Kurs, und ich komme irgendwie nicht dazu, zu Hause ausreichend zu üben bzw. daran zu arbeiten. Das stört mich.</p>
<p>Diese Struktur kann ich alleine erarbeiten, aber ich möchte damit nach außen gehen &#8212; mit ein paar Freundinnen darüber reden. Oft bin ich nach einem Telefonat motiviert. Ich erlaube mir, wenn ich nicht vorwärts komme &#8212; trotz Struktur &#8212; eine Freundin anzurufen und es anzusprechen.</p>
<p>Wenn der Leidensdruck groß genug ist, bin ich bereit, etwas zu ändern. Und so ist klar, dass ich &#8212; wie oben gemeint &#8212; überhaupt nicht drüber stehe, sondern mitten drin! Das Problem zu benennen ist der erste Schritt. Den habe ich heute getan.</p>
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		<title>Was tun nach einem Fressanfall? (2)</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 19:24:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>cfandemils</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch immer sehe ich als häufige Suchphrase: &#8222;Was tun nach einem Fressanfall?&#8220; Ich habe schon einmal darüber geschrieben &#8212; aus dem Hier und Jetzt. 
Heute fällt mir die spontane Antwort ein: Zähne putzen, mir verzeihen und schlafen gehen. Aber vielleicht lieber Kaugummi kauen, da die Zähne durch die Magensäure angegriffen sind. Kaugummi ist sanfter.
Wie komme [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=bulimievorbei.wordpress.com&blog=3570074&post=1139&subd=bulimievorbei&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Noch immer sehe ich als häufige Suchphrase: &#8222;Was tun nach einem Fressanfall?&#8220; Ich habe schon einmal darüber geschrieben &#8212; aus dem Hier und Jetzt. </p>
<p>Heute fällt mir die spontane Antwort ein: Zähne putzen, mir verzeihen und schlafen gehen. Aber vielleicht lieber Kaugummi kauen, da die Zähne durch die Magensäure angegriffen sind. Kaugummi ist sanfter.</p>
<p>Wie komme ich auf diese Antwort? Soeben fragte ich mich, wie ich das früher wirklich gemacht habe &#8212; und schaute in meinem (noch nicht erschienenen) Buch nach. Da fand ich eine passende Passage und will es mit euch teilen. Das war von einem Rückfall während der ersten Erholungsphase, 1983, als ich einige Wochen &#8212; sogar Monate! &#8212; kotzfrei war: </p>
<p><em>&#8222;Absturz in die Tiefe. Je mehr ich kämpfe, umso tiefer falle ich. Der heutige Abend war beschissen. Durch gehässige Dunkelheit geblendet, suche ich verzweifelt nach der einfachen Schönheit des Tages, einhergehend mit einem Hauch der Erneuerung. Dieselbe altbekannte Einsamkeit, die ich schon erwähnt habe, aber Wochen der Abstinenz machen sie intensiver. Und ich versuchte, zu fliehen. Gott, bitte verzeih mir! Hilf mir! Bitte erlöse mich von Selbsthass. Die Welt geht nicht unter, aber es entsteht der verzerrte Wunsch nach kompletter Zerstörung, um all das zu vernichten, was ich in letzter Zeit durch Abstinenz aufgebaut habe.</p>
<p>Doch, das ist auch eine Herausforderung. Will ich weiter jammern – oder habe ich den Mut, meinen Stolz abzulegen, und weiter zu machen? Kann ich zum Weg zurückkehren, obwohl ich kein perfektes Zeugnis habe? Ist das wichtig? Schau lieber auf die Fortschritte der letzten Monate. Du bist so weit gekommen – statt um verlorene Jahre weinst du jetzt nur um einzelne verlorene Tage. Das ist ein Fortschritt. Das Gedächtnis kehrt zurück. Trotz der momentanen Verwirrung besteht eine neue Klarheit im Kopf. Jetzt kannst du dich in weitere Zerstörung begeben, oder du kannst weiter gehen. Die Wahl bleibt dir überlassen.</p>
<p>Liebe Welt! Liebe Celia! Bitte verzeih dir! Jetzt ist es so weit – ich sitze hier und schreibe an mich selbst. Nur ich kann mich trösten, denn nur ich kenne die Qual und das Leiden. Die Tränen kommen schon. Ich bin allein. Zu stolz um die Hände nach Hilfe auszustrecken. Es muss mir klar sein, dass ich Alles in nur einer Woche zerstören kann. Der heutige Tag war mittelmäßig, doch habe ich $30 verschwendet. Sei nett, wasche jetzt dein schmutziges Gesicht, putze die dreckigen Zähne, und geh ins Bett.</p>
<p>Leider muss ich wieder mit ansehen, wie leicht man in alte Muster zurückfallen kann. Vor zwei Nächten habe ich mich belogen. Ich meinte, ich könnte es nur ein Mal machen (kotzen). Das war spätabends. Am nächsten Tag war ich verloren. Heute habe ich gebetet, und schaffte es bis zum Abend. Die Gefahr scheint in zu viel Zufriedenheit zu schlummern. Wenn ich eine neue Ebene erreiche, will ich daran festhalten. Aber das ist unmöglich. Die Herausforderung ist, weiter zu machen, den Frieden und die Gelassenheit zu genießen, aber trotzdem wach zu bleiben. Man muss immer vorwärts gehen. Stehen zu bleiben ist das gleiche wie rückwärts zu gehen. Es fällt mir so schwer, mir selbst zu verzeihen. So viele Zweifel kommen mit voller Wucht zurück. Besonders die Angst, dass die Welt über mich lacht, dass sie mich nur toleriert. In Wahrheit bin ich diejenige, die mich kaum toleriert und mich voller Gemeinheit auslacht. Möglicherweise machen es andere auch, aber es ist mein innerer Hass, mit dem ich fertig werden muss.</p>
<p>Oh! Anruf um 3 Uhr. Nettes Gespräch mit Mom. Ich sagte ihr alles und fragte, ob sie jetzt von mir enttäuscht sei. Nein, sie liebt mich trotzdem, und hat nur Mitgefühl.&#8220;</em><br />
Auch dann dachte ich eher an die anderen. Ich wollte sie nicht enttäuschen. Dabei ging es nur um mich. Sie waren nie durch meine Rückfälle enttäuscht. Nur traurig &#8212; meinetwegen.</p>
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