Schwer und mühsam ist die Zeit. Ich fühle mich unglaublich träge. Es liegt in der Luft. Ich habe mit einigen Freundinnen gesprochen, und es geht ihnen auch so.
Was tun, wenn es so mühsam ist? Durchhalten, aber mit Ressourcen! Wie meine ich das? Ich rufe Freunde an. Ich rede mit ihnen. Ich geh hinaus eine Runde spazieren und tanke Sonne. Ich bete. Ich erlaube mir, dass ich schlicht und einfach nicht gerade fit bin. Es ist so.
Auch diese düstere Zeit wird vorbei gehen. Anscheinend sind die Planeten derzeit auch nicht gerade günstig. Aber ich habe schon Schlimmeres erlebt und bin damit fertig geworden.
Ich akzeptiere, dass mein Energiepegel recht tief gesunken ist. Daher dauern manche Tätigkeiten einfach länger, also stelle ich mich darauf ein. Am liebsten habe ich es, wenn alles fließt, wenn alles leicht von der Hand geht. Die Zeit kommt bestimmt wieder.
Vor dem Spaziergang esse ich noch eine Kürbiscreme Suppe. Die ist leicht zu machen, schmeckt gut, und erinnert mich an die schöne Seite dieser Tage. Es gibt viel Kürbis!
Diese Betrachtungsweise hilft mir, geduldig zu sein. Und dankbar. Ich bin dankbar für die Sachen, die mir dennoch gelingen. Ich bin dankbar für meine Freundinnen. Und ich bin dankbar für Kleinigkeiten — ein Lächeln von dem sonst grantigen Nachbarn, die Jasminpflanze am Balkon blüht wieder kräftig, wunderschönes buntes Laub liegt überall auf Straßen und Gehsteige verstreut und leuchtet in der Sonne, die Katze sucht meine Nähe (und ich ihre!). Es gibt auch ein paar Ziele, die in den nächsten Wochen erreicht werden — so oder so. Das gibt mir Hoffnung. Ich schnaufe tief durch und gehe weiter.
oh je, das kenn ich. ich glaub jeder hat das mal, in mehr oder weniger starker form (deine wahrscheinlich ne ganze ecke stärker).
das dumme ist, dass man aus diesen null-bock-löchern nur schwer wieder rauskommt, eigentlich müsste man sich selbst nen riesen-arschtritt verpassen. viele kleine dinge helfen aber auch, also knuddel die katze
Arschtritt? Au! Noch nicht! Ich bin schon noch in Bewegung. Stillstand kann ich mir im Moment nicht leisten. Aber es ist so viel! Meine beiden pubertiernde Kinder kosten viele Nerven, meine Arbeit hängt in der Schwebe, ich bin diesbezüglich auf der Suche, mein Projekt lauft auf Hochtouren, Samstag gebe ich mein erstes Seminar, in zwei Wochen ist schon der zweite Teil, ich schlafe zu wenig, es gibt Geldsorgen, ich sollte für die Ausbildung mehr tun, die Katze weckt mich nach wie vor eine halbe Stunde zu früh. Auch im künstlerischen Bereich bin ich Momentan nicht ganz zufrieden. Habe ich etwas vergessen? Ach, ja — vor zwei Tagen ist meine Kaffeemaschine kaputt gegangen, und ich habe erst Freitag Zeit, sie zur Reparatur zu bringen. Es ist ziemlich ein starkes Eck! Deshalb freue ich mich wegen Kleinigkeiten!
Na ja, vielleicht ist das schon der Arschtritt — von außen. Alles Liebe.