Es war eine anstrengende Woche. Das Wetter am Wochenende war schön und hielt mich bei guter Laune. Aber heute als ich um 10 uhr wach wurde, war es so dunkel draußen! Es regnete den ganzen Tag — und mit dem Regen kam auf einmal die Empfindung der ganzen Anstrengung von den vergangenen Tagen. Es war zum Teil recht heftig — wenn auch halbwegs überstanden. Eine geballte Ladung von mittleren und mini-Krisen.
Es steht so viel an! Heute Nachmittag war ich mit einem Kollegen verabredet. Wir sollten einige Korrekturen für unser gemeinsames Projekt erarbeiten. Um ehrlich zu sein, ich hatte Null-Bock! Schon als ich das Mail mit den Verbesserungsvorschlägen erhielt, war ich leicht frustriert. Wie wohltuend, als ich dort ankam, zu erfahren: es ging ihm genau gleich. Geteiltes Leid ist wirklich das halbe Leid.
Wir gingen dann an die Arbeit, und haben es recht gut hingekriegt. Aber der Anfang war mühsam. Momentan ist es einfach mühsam. Es liegt irgendwie in der Luft.
Heute morgen wollte ich meine schlechte Laune mit einem Gedicht erhellen, aber es fiel mir nichts ein. Jetzt am Abend nach getaner Arbeit, entstand Folgendes:
Jeder Tag bringt eine Krise,
jeder Tag beginnt ganz neu.
Nur Veränderung bleibt stabil
Die ist mir immer treu.
Montags Krise war gar nicht fein
Ich fühlte mich so schrecklich allein.
Dienstag fand ich dafür einen Namen
Und packte sie (die Krise) am Kragen.
Mittwoch holte ich Hilfe zu mir
Da war ich nicht mehr isoliert.
Donnerstag suchte ich mehr Ressourcen
Und manches ließ ich gar outsourcen.
Samstag war die Lösung nah
Unglaublich wie es dann geschah…
Krise vorbei, aber was sehe ich da:
Die nächste Krise ist schon da!
Jeder Tag bringt eine Krise,
jeder Tag beginnt ganz neu.
Nur Veränderung bleibt stabil
Die ist mir immer treu.
Es ist zwar nicht zum Lachen — eher zum Schmunzeln, aber gibt mir ein bisschen Perspektive. Es ist halt so.
Und falls ich vergessen sollte: Ich wollte ein aufregendes Leben! Ich habe es bekommen!