Das war sehr hilfreich, über meinen Krisenplan zu schreiben. Danach ging ich in die Küche und zum 20. Mal war die Küche voller Essigfliegen.
Zur Vorgeschichte: Ich kam am Montag nach dem Seminar nach Hause und entdeckte zwei Gläser auf dem Esstisch. Sie waren beide halb voll mit irgendsoeinem Fruchtsaftgemisch und es schwirrten Essigfliegen herum. Sie waren überall! Ich räumte auf und holte den Staubsauger um sie zu entfernen.
Gestern waren noch immer so viele Essigfliegen in der Küche, und heute auch. Ich saugte weiter. Dann schrieb ich über Krisenbewältigung. Danach ging ich in die Küche — und da waren wieder so viele!
Auf einmal kam ein Gedanke: Ich habe ein Problem. Eine Krise. Die müssen doch irgendwoher kommen. Die Gläser mit Fruchtsaft sind schon lange weg, es müsste doch besser werden. Ich hatte schon alles durchgeschaut, aber mir fiel auf, dass sie auch an den unteren Kastentüren waren. Ich öffnete das Backrohr. Da schwirrten sie heraus. Dann blickte ich hinein.
Letzte Woche habe ich einen Apfelstrudel gebacken. Ich habe nur die Hälfte gegessen. Die andere Hälfte war noch drin! Oh, mein Gott! Schrecklich! Der Apfelstrudel hatte schon ein Eigenleben entwickelt!
Jetzt ist alles entsorgt, gereinigt, und die restlichen Fliegen mit dem Staubsauger entfernt. Es kann nur besser werden!
Also: Ob Krise oder Problem: Benenne es! Schau nicht weg! Wenn du meinst, die Ursache entfernt zu haben und es wird nicht besser: Weiter schauen!