Nein, ich habe gestern nicht zu viel getrunken. Es war die lezte Yoga Stunde in diesem Schuljahr und anschließend saßen wir noch gemütlich zusammen — es gab noch ein gemeinsames Abendessen und gute Gespräche und viel Lachen. Ich kam erst gegen Mitternacht nach Hause. (Wieder einmal nicht geschafft, um 22 Uhr ins Bett zu gehen!) Aber es war wirklich ein netter Abend.
Als ich aus dem Auto stieg, lief mir jemand entgegen. Nein, er kam nicht aus dem Haus sondern von der Wiese nebenan. Es war mein Kater! Welche Freude! Nachdem der gestrige Tag eher betrübt war — sowohl das Wetter als auch meine Stimmung — freute ich mich riesig. Natürlich gab es wieder sehr wenig Schlaf. Kater Nummer Eins freute sich nicht, sein Königreich wieder teilen zu müssen. Er pfauchte und schimpfte wie beim ersten Mal. (Kater Nummer Eins war schon zwei Wochen in der Wohnung als sein Bruder hierher kam.) Doch diesmal stört es mich nicht. Sie werden schon irgendwann ruhiger werden.
Außerdem bin ich motiviert, die Katzenleiter (eigentlich ist es eine Rampe) unten zu erhöhen, damit die Steigung etwas weniger wird. Dann benützt er sie ganz sicher. Wenn er selbständig ein und aus gehen kann, wird es auch leichter. Als Kater Nummer Zwei weg war, kümmerte ich mich nicht darum, denn sein Bruder bevorzugt die Couch.
Heute scheint die Sonne. Ich bin müde aber zufrieden. Momentan geht es mir wie nach einer großen Prüfung: „Was jetzt?“ Die nächste Herausforderung kommt bestimmt. Ich bin heute ruhiger und denke, es passt so wie es ist. Das Wetter ist auch nicht jeden Tag gleich, warum soll ich immer gut gelaunt, motiviert und aktiv sein? So bin ich nicht.