Ich dachte, wenn ich endlich Internet habe und all die Sachen poste, die ich in der Zwischenzeit geschrieben habe, kann ich in Real-Zeit Vollgas geben. Tja, so ist es halt nicht. Ich bin einfach müde. Momentan ist es recht mühsam — und nicht nur für mich. Einige Leute haben mir erzählt, dass sie momentan träge sind, dass die Dinge einfach nicht leicht von der Hand gehen.
Ich hatte recht viel Arbeit in letzter Zeit — und mehr Dienste als sonst. Nach dem anstrengendem Seminar ist es gleich am nächsten Tag mit dem ersten Nachtdienst losgegangen. Die Woche war einfach anstrengend. Heute Nachmittag kam ich (vom Nachtdienst) nach Hause und schlief ein paar Stunden. Die Aufregung der letzten Woche (Knochenbrüche der Kinder, mehrfache Herzoperationen meines Vaters, eine Katze ist abgehaut, Seminar, viel Arbeit) macht sich bemerkbar.
Solche spannende Zeiten sind verlockend, sich im Essen zu verstecken. Das habe ich früher gemacht. Diese Woche habe ich ein paar Emails bekommen — von Betroffenen bzw. Mitleidenden. Warum ist es so verdammt schwer, auf sich zu schauen? Warum kann man nicht einfach ein Nickerchen machen anstatt zu fressen? Ich habe keine Antwort, aber vermute, dass die Wurzeln in der Kindheit liegen. Möglicherweise haben wir es nicht gelernt, auf unsere (bescheidene) Bedürfnisse zu achten. Also lernt man das mühevoll als Erwachsene.
Heute bin ich einfach kaputt. Morgen noch 24-Stunden-Dienst, dann wird es etwas ruhiger. Ich merke, es hat sich im letzten Jahr viel getan. Es ist circa ein Jahr her seit meinem Fahrradunfall. Das war der Beginn einer großen Veränderung, der ich nicht ahnen konnte. Ich bedankte mich zwar beim Universum für das Geschenk damals, aber glaubte noch nicht, dass ich imstande bin, mein Leben in die Hand zu nehmen. Siehe da, es ist alles möglich!
Heute will ich nur sagen: Das Leben ist manchmal mühsam. Aber gib nicht auf! Es gibt immer Höhen und Tiefen … und die Höhen kommen bestimmt wieder. Mir fällt in dieser Stimmung nur ein Lied ein…
I’m so tired.
hallo meine liebe! gönne dir viel ruhe und viel frische luft(wälder!) – ja versuche dich zu bewegen – allerheilmittel – natur!!!!
lg und bussi(opfere dich auch nicht nur für deine kinder auf!)
doris
Ein Nickerchen wirkt auch Wunder! Aber ich werde deinem Rat folgen und hinaus gehen! Ab heute wird es sowieso leichter. Es war ganz einfach etwas dicht in letzter Zeit… Das gibt’s.
Alles Liebe!
Celia
obwohl ich in letzter Zeit weder mieseste Laune hatte noch ein allzu schweres leben, dachte ich, es geht mir ja gut, also müsste ich mit gewohnter Schlafportion zurechtkommen. Aber nix da, eine Stunde müssten es mindestens noch zusätzilch sein, um mich am nächsten Tag fähig zu fühlen, überhaupt nur ausfzustehen. Ich versteh die Welt nicht mehr, aber füge mich. Ab morgen ist 22uhr bei mir schlafenszeit. fertig. Das wird ja wohl mal wieder ein Ende haben.
Hallo Francy!
Ich schließe mich dir an. 22 Uhr wäre super! Gestern war ich genau um die Zeit ziemlich müde, aber es wurde wieder Mitternacht — und dann schlaf ich nicht mehr so leicht ein. Viel Glück! Es ist erstaunlich, was wir zustande bringen, wenn wir ausgeschlafen sind!