Und wie war das Wochenende? Tja, mein Sohn hatte sich am Dienstag verletzt, aber erst am Mittwoch — kurz bevor ich zum Seminar musste — wollte er doch ins Spital fahren. Dann wurden die Brüche festgestellt. Er war schon ein paar Mal im Spital, also schickte ich ihn alleine hin und machte daweil den Wochenendeinkauf. Es klappte wunderbar, dass ich gerade rechtzeitig zum Seminarbeginn ankam.
Von der Materie her, war es eine große Herausforderung. Private Sorgen und Anstrengungen machten es mir nicht leichter. Donnerstag wurde mein Vater operiert. Es ist alles gut gegangen. Kurz nach Mitternacht am Freitag, als ich tief und fest schlief, rief meine Tochter vom Krankenhaus an. Sie war gestürzt und ihre Hände taten ihr weg. Eine Stunde später kam sie nach Hause: rechtes Handgelenk gebrochen, linkes Arm geprellt, ein Knie aufgeschürft.
Am nächsten Tag ging ich wieder zum Seminar. Vorher rief ich meinen Sohn an, der bei einem Freund übernachtet hatte. Er sollte heimkommen und sich um seine Schwester kümmern. Er sträubte sich, aber nahm doch den nächsten Zug — und verschlief die Station. Er stieg aus und fuhr nochmals zurück. Statt sich zu kümmern, hat er sich nur ausgeschlafen, und fuhr am Nachmittag wieder zum Freund.
Meine Tochter fühlte sich vernachlässigt. Ich entschuldigte mich für die Abendeinheit und fuhr nach Hause. Sie brauchte mich mehr.
Hinzu kommen die Katzen. Jede Nacht sind sie zwischen 2 und 5 Uhr Früh munter. Es ist zum verrückt werden. Sonntag Nacht war ich versucht, sie aus der Wohnung zu verbannen, aber ich hielt mich gerade noch zurück. Es ist halt eine Umstellung.
Sonntag Nachmittag war ich froh, dass das Seminar vorbei war. Es war eine anstrengende Zeit, doch mit Hilfe von Artemis, konnte ich es einigermaßen mit Humor nehmen. Es gehört halt alles zum Leben dazu!