Was ist es genau, das dieses neue Leben so wunderbar macht? Alles fließt – es fühlt sich richtig an.
Ein Beispiel: Ursprünglich zögerte ich, zu gehen – wegen den Katzen. Ich dachte, mein Mann würde darauf bestehen, dass sie im Haus bleiben. Nein. Er meinte, ich soll sie mitnehmen! Er will sie nicht haben. Zuerst nahm ich nur eine mit – den Hauskater. Er geht ungern hinaus und schläft den ganzen Tag. Ich dachte, die Wohnung wäre für ihn kein Problem. Abends geht er hinaus auf das Balkon, schnuppert an der frischen Luft, schaut zur Straße hinunter, und kommt wieder herein. Das einzige Problem ist die Zeit zwischen 2 und 5 Uhr Früh – da wird er munter und sucht Unterhaltung. Dennoch bin ich glücklich, ihn bei mir zu haben.
Eines Morgens rief mich mein Sohn um 6:45 an. Er saß am Klo und war eingesperrt. Zum Glück schaffte er es in letzter Minute, den Schlüssel zu drehen und noch rechtzeitig zu Schule zu gehen. Ich kontaktierte die Hausmeisterin. Gemeinsam nahmen wir das Schloss auseinander, putzten es, sprühten es, und bauten es wieder ein. Sie sah das Katzenklo und sagte: „Ach, Sie haben eine Katze! Wissen Sie, der Vormieter hatte eine Katzenleiter vom Küchenbalkon!“ (Das Gebäude wurde am Hang gebaut, also sind es dort nur knapp 3 Meter bis zum Boden.)
So ein Glück, dass mein Sohn am WC eingesperrt war! Sonst wäre ich nicht so bald draufgekommen! Die Nachbarn im unteren Stock haben nichts dagegen. Ich baute eine Leiter und holte den zweiten Kater. Er ist lieber draußen. Er muss noch einmal schlafen, dann wird die Leiter montiert. (Laut Tierärztin soll eine Katze eine Woche drinnen bleiben nach einer Übersiedlung. Dann sind die Chancen gut, dass sie bleibt.)
Diese Anekdote passt Perfekt zur momentanen Stimmung. Es sind einige Dinge, die „schief“ laufen mit der Übersiedlung, obwohl nur Kleinigkeiten. Statt mich darüber zu ärgern, nehme ich sie als Hilfe an. Ich betrachte sie positiv. Zum Beispiel, wenn etwas länger dauert, nehme ich das als eine Möglichkeit an, etwas noch zu überlegen.
Ich musste einige Wochen auf einen Kleiderschrank warten. Bis er geliefert wurde, wusste ich genau, wohin er gehört. Das war mir nicht gleich klar. Gott sei Dank durfte ich warten!
Obwohl, es kam doch anders! Der Schrank kam samt Monteuren. Ich erklärte, wo sie ihn aufstellen sollten, dann ging zur Arbeit (Nachtdienst). Am nächsten Tag freute ich mich sehr, nach 4 Wochen endlich meine Koffer auspacken zu dürfen! Doch stellte ich fest, dass der Kleiderschrank und die Bücherregale – die zusammen mein Schlafbereich vom Wohnbereich trennten – genau verkehrt waren. Ich hatte es mir doch nicht richtig vorgestellt.
„Was mache ich nun?“ Der Schrank ist 2,5 Meter lang. Ich gab ihn einen Schubs. Er bewegte sich 1 cm. „Okay,“ dachte ich mir. “Es wird nicht einfach sein, aber mehrere Hundert Zentimeter ergeben einige Meter.” Nur 45 Minuten später hatte ich die Bücherregale und den Kleiderschrank vertauscht. Am nächsten Tag tat mir der ganze Körper weh, aber ich war sehr zufrieden.
Also, das unterstützt meine Theorie nicht wirklich – denn ich habe die Sachen doch umgestellt. Aber es war dennoch positiv. Da ich 4 Wochen warten musste, hatte ich wieder einen Zahltag bevor ich die Rechnung bezahlen musste! Doch stimmt die Theorie, was Internet betrifft. Erst seit ein paar Tagen weiß ich ganz genau, wo der Computer stehen wird – an einem ganz anderen Platz als letzte Woche!
Was ist wirklich anders in meinem Leben? Ich habe Selbstvertrauen. Nachdem ich über 20 Jahre die „weltlichen“ Sachen meinem Mann überließ, schaffe ich jetzt alles selbst. Ich komme sehr gut zu Recht. Es macht mir Spaß zu sehen, wie die Dinge sich entwickeln, und wie sich meine Fähigkeiten ebenfalls entwickeln. Ich bin fähig und kompetent. Das ist eine ganz neue Einstellung! Das ist es, was sich geändert hat: Ich habe Selbstvertrauen!
..endlich! ich freue mich sooo sehr über dein neues
lebensgefühl! wünsche dir/euch das allerbeste und weiterhin soooo viel selbstvertrauen! lass mal wieder was von dir hören, ich liebe deine beiträge! bussi aus oö
Liebe Doris!
Vielen Dank! Es ist wirklich wunderbar!
Alles Liebe!