Tja, die Woche ist gut gelaufen. Nach dem intensiven Seminar am Wochenende, dauerte es zwei Tage, bis ich halbwegs wieder ankam. Ich war sehr entschleunigt und ließ mir einfach Zeit. Inzwischen habe ich mich wieder gut eingelebt, aber ich merke die Spuren, die bleiben. Mehr Bewusstheit und mehr Achtsamkeit begleiten mich durch den Tag.
Beim Seminar ging es unter anderem um Ziele. Es tut mir gut, Ziele zu haben. Ich kann mich besser orientieren. Der Tag verläuft besser, wenn ich Ziele formuliere. Außerdem merkte ich (durch ein Gespräch), dass meine Ziele eher vorsichtig und bescheiden gesteckt sind. Das ist ziemlich sicher. Ab sofort habe ich neue Ziele, die recht gewagt sind. Mit meiner künstlerischen Tätigkeit will ich mehr als ich bisher zugab. Ich will Dinge erreichen, die ich nicht kontrollieren kann.
Bislang konnte ich darüber bestimmen. Wie? Na ja, ich meinte immer: Ein oder zwei Konzerte im Jahr und positive Rückmeldungen reichen mir. Aber das ist viel zu bescheiden! Ich will mehr Konzerte geben. Ich will sie nicht nur selber organisieren, sondern dass Leute mich darum bitten, irgendwo aufzutreten. Das will ich. Und ich will das Buch endlich fertig schreiben, und dass viele Leute es lesen. Das schicke ich ins Universum und bin bereit, mich dafür noch mehr anzustrengen.
In dem weiter oben erwähnten Gespräch ging es eben um Ziele und was wir uns Zutrauen. Mir wurde bewusst, dass ich mir gar nicht so viel zutraue. Meistens habe ich auch eine Ausrede, warum es nicht optimal läuft — Müdigkeit, Zeitmangel, Aufregung, Spannung, Stress, usw. Aber jetzt nehme ich mir fest vor, tatsächlich mein Bestes zu geben und nach den Sternen zu greifen — egal was kommt. Denn ich habe gelernt, ich werde mit allem, was mir das Leben zuspielt, fertig. Also, los geht’s!