Wieder einmal fällt mir eine interessante Suchphrase auf: „Was tun nach einem Fressanfall?“ Das ist eine gute Frage und es gibt keine einfache Antwort. Ich denke, es geht um Schadensbegrenzung, Neuanfang und Verzeihung.
Ich fange mit dem letzten Begriff an, da er der wichtigste ist: Verzeihung. Verzeihe dir selbst. Es ist passiert. Wieder einmal. Es ist scheiße, aber es ist so. Du bist auch nur ein Mensch. Du hast viel um die Ohren vielleicht und dir fehlen noch entsprechende Bewältigungsmechanismen und Lösungen. Vielleicht hast du keine Unterstützung und fühlst dich sehr einsam. Was auch immer, du bist kein schlechter Mensch. Du bist ganz in Ordnung, aber du hast ein Problem. Du bist nicht schuld.
Wenn du dir verzeihst, kannst du neu anfangen — jetzt, sofort. Du könntest überlegen, wie du das nächste Mal damit umgehen wirst, wenn du in Versuchung kommst. Das ist leicht gesagt. Ich habe früher auch alle möglichen Strategien ausgedacht, nur um sie zu vergessen wenn ich sie gebraucht hätte. Jedes Mal. Aber vor kurzem habe ich etwas gesehen, das ich als sehr brauchbar vermute: Ein Notfallskoffer. Nimm einen kleinen Koffer und packe die Sachen ein, die dir helfen könnten. Eine Frau hatte zum Beispiel Badeperlen, ein Lieblingsroman, eine CD, Telefonnummern und schriftliche Vorschläge eingepackt. Wenn der Koffer schon gepackt ist, dann brauchst du nur an den Koffer zu denken: nur eine einzige Denkaufgabe! Alles andere ist im Koffer drin. Und alleine die Bewegung, den Koffer zu durchwühlen, kann eine Ablenkung sein, eine Verschnaufpause erzeugen, die dich zu Ruhe kommen lässt.
Schadensbegrenzung ist nicht so einfach. Ich weiß, früher habe ich es immer gründlich gemacht: Immer dann mit dem Essen aufgehört wenn es nichts mehr gab. Es erfordert immens viel Loslassensfähigkeit, nach dem Kotzen aufzuhören, obwohl noch eine „Portion“ übrig ist. Aber da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn das Essen nicht nur Junk ist (sprich: lauter süßes Zeug), kannst du es verräumen und zu einem später Zeitpunkt als Mahlzeit zu dir nehmen. Wenn es nur Mist ist, nur zwecks Fressanfall eingekauft, schmeiß es weg. Das ist nicht leicht, aber vielleicht erwischt du einen starken Augenblick. Weg damit! Und zwar ganz weg — nicht so, dass du es später wieder aus dem Mülleimer “retten“ kannst.
Ganz wichtig ist: Kontakt knüpfen. Ich hatte eine beste Freundin, die ebenfalls eine Magersuchtsbulimie hatte. Wir riefen uns gegenseitig an — zu jeder Tages- und Nachtzeit. Eine Telefonliste mit brauchbaren Telefonnummern kann eine große Stütze sein. Wenn du mit jemandem sprichst, hilft es dir, wieder zurück zu kommen, dich wieder zu erden. Es unterbricht auch die Fresstätigkeit.
Und was habe ich früher gemacht? Zu verschiedenen Zeiten, verschiedene Strategien verwendet. Manchmal war ich in der Lage, es durchzuziehen, manchmal nicht. Sehr, sehr oft bin ich ins Kino gegangen. Am liebsten hatte ich Dramen — da konnte ich mich in die Lage der Heldin versetzen, oder gar mit ihr zusammenschmelzen, und alles andere vergessen. Es war gar nicht so schlecht. Das brachte mich auf andere Gedanken und dann merkte ich: Auch wenn ich einen Fressanfall habe, die Welt dreht sich weiter. Ich muss mir einfach Mühe geben, wieder aufzustehen.
Es ist wirklich nicht einfach. Sicher, es sind versteckte Faktoren die uns dazu bringen, zu fressen. Aber es gibt Tricks, die uns helfen, das Verhalten zu unterbrechen und zu stoppen. Dann kommen Gefühle und Gedanken hoch und da ist es sehr empfehlenswert, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es bringt wirklich etwas. Ich versuchte es viele Jahre ohne Therapie, aber schaffte es endgültig erst mit Therapie.
Zu guter Letzt ist mir gerade noch etwas eingefallen. Manchmal ist der Auslöser eines Fressanfalls etwas ganz Banales, zum Beispiel Müdigkeit oder Trauer. Nach einem Fressanfall kannst du immer noch schlafen, heulen, oder beides tun. Aha! Ich war müde! Vielleicht lege ich mich das nächste Mal gleich eine halbe Stunde hin. Da könnte ich mich einfach ausruhen und mir eine Fressattacke ersparen.
Dasselbe gilt für Traurigkeit. Im vergangenen Jahr hatte ich viel Trauer. Ich habe nicht gefressen, sondern viel geweint. Ich ging in mein Zimmer und weinte. Ich las ein Buch und weinte. Ich hörte Musik und weinte. Irgendwann ging es mir besser. So geht das. Es ist ein ständiges Auf und Ab. Bis zum nächsten Mal.
hey:),
ich habe diese seite zufällig gefunden und bin sehr glücklich deswegen. ich habe seit ca. 2 jahren bulimie und bin bereits in einzeltherapie einmal wöchentlich. ich weiß einfach nicht, wieso ich immer wieder fresse und kotze, um meine stimmungen zu regulieren. ich sehe im moment wenig sinn in allen möglichen sachen und fühle mich, als wenn meine ganzen bedürfnisse einfach nicht gestillt werden können, weil sie zu stark, zu abwegig oder zu gierig sind. alles, was du geschrieben hast, trifft auf mich zu oder lässt sich super nachvollziehen. ich fühle mich einsam, weil ich mit niemandem über die bulimie reden möchte und auch nicht wüsste, mit wem ich reden könnte. es fällt mir schon schwer hier zu erzählen…
nach einem essanfall fühle ich mich schrecklich und wertlos. vorher ist mir alles egal. ich weiß einfach nicht, wie ich von dieser bulimie (dieser lösungsmöglichkeit) weg komme..
vielen dank für deine offenen erzählungen:) liebe grüße
Hallo Hannah! Das finde ich super, dass du in Therapie bist! Nach zwei Jahren habe ich noch nicht geahnt, dass ich wirklich ein Problem habe. Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle und ich kann dann aufhören, wann es mir passt! Mache einfach weiter mit der Therapie. Du musst es jetzt nicht wissen, warum du es tust. Mit der Zeit kommst du dann drauf, woran es dir fehlt. Bulimie ist eine Bewältigungsmechanismus, der irgendwann zur Gewohnheit und dann zur Sucht wird. Aber mit Hilfe ist es tatsächlich möglich, sie durch andere Bewältigungsstrategieen zu ersetzen, die dir gut tun. Bleib dran! Wenn du privat reden willst, kannst dich jederzeit bei mir melden! Alles Liebe!
Hallo,
ich habe grade eine aehnliche Suchphrase eingegeben wie die, die Dich wohl urspruenglich zu diesem Eintrag inspiriert hat – „Fressanfall was tun?“ Ehrlich gesagt war der eigentliche Geanke dahinter, herauszufinden, ob es gesundheitlich und gewichtsmaessig besser ist, sich nach einem Essanfall zu uebergeben oder nicht. Statt eine Antwort darauf zu finden, bin ich auf Dein Blog gestossen und habe es dann einfach mal sein gelassen. Aus der Ueberlegung heraus, dass ich mit dem Uebergeben wohl verhindern moechte, mich fett und haesslich zu fuehlen. Und der weiteren Ueberlegung, dass ich das ohnehin tun werde. Ich weiss nicht, ob es einen wissenschaflichen Standpunkt dazu gibt, ob es besser oder schlechter ist, wenn man sich uerbergibt? Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es besser sein sollte.
Vielen Dank fuer Deine Schilderungen – meinst Du in Deinem Artikel „Ueber mich“ eigentlich, dass Deine Bulimie 3 oder 13 Jahre gedauert hat?
Ich denke, bei mir sind es jetzt ca. 12 Jahre, dass ich Probleme mit dem Essen habe. Ich wuerde es nicht als Bulimie bezeichnen, oder jedenfalls nicht die ganze Zeit, denn es ist nie wirklich regelmaessig. Oft monatelang nicht. Und irgendwie auch nicht schlimm genug, dass ich mir denken wuerde, ich koennte wirklich nach professioneller Hilfe suchen. Es geht halt nur leider auch nicht voellig weg.
Liebe Gruesse,
L.
Ich weiß nicht, wie der wissenschaftliche Stand ist, aber ich glaube, es ist auf jeden Fall besser, das Essen zu behalten. Durch das Übergeben, geraten die Elektrolyten aus dem Gleichgewicht, die Speisesäure greift die Zähne an, dann natürlich hast du oft Kopfweh und Schwindel. Hinzu kommt bald wieder der Hunger und der Teufelskreis geht weiter. Meine Bulimie/Magersucht dauerte dreizehn Jahre.
Deine Essprobleme kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich denke, wenn sie dein Leben beeinträchtigen, dann wäre Hilfe bestimmt empfehlenswert. Du brauchst nicht gleich eine Therapie. Es gibt auch Beratungsstellen für Essprobleme, wo du dich informieren kannst. Und es gibt Beratungen und Kurztherapien, nicht nur langfristige Therapien. Diese sind manchmal sehr hilfreich.
Liebe Grüße!
Celia
hallo, ich bin jetzt seit 5 jahren stark bulimisch, mit stark anorektischen phasen versetzt.ich habe bereits 2 stationäre und eine langfristige ambulante therapie hinter mir, habe versucht mich durch schreiben uned malen auszudrücken und falle leider immer wieder in dieselben muster zurück. erst einmal möchte ich dir danken, dass du deinen positiven werdegang aufgeschrieben hast und dir wünschen, dass du weiterhin erfolgreich bleibst!und dann würde ich gerne eine sache ansprechen, die mich beschäftigt und zwar ist es so, dass es mir von den umständen her besser geht denn je, ich habe einen unglaublichen tollen, einfühlsamen freund, einen super job in nem schicken restaurant und stehe schulisch ganz gut da, in einem jahr hoffentlich mit abitur. und trotzdem gehen diese anfälle nicht weg und beherrschen viele meiner gedanken und handlungen, auch wenn ich mich nicht mal ansatzweise schlecht fühle. ist das nur die gewohnheit oder mein kaputtes innere.ich kann mir gerade einfach nicht erklären was ich da kompensiere…übere eine antwort würde ich mich sehr freuen!liebe grüße, janina
Hallo Janina!
Du hast schon viel hinter dir und es scheint, dass du gute Aussichten hast.
Ich glaube schon, dass die Anfälle sehr stark auf Gewohnheit basieren, besonders weil du es schon einige Jahre machst. Durch meine Fressorgien habe ich versucht, eine unglaubliche Leere zu stopfen. Dann wollte ich nicht dick werden, also kam alles wieder raus. Diese Leere konnte ich nie füllen. Es war viel mit Angst verbunden — was ist, wenn ich „voll“ bin, und dann kommt etwas Besseres, was ich lieber hätte? Das war nicht nur auf dem Essen bezogen, sondern auch auf Entscheidungen. So habe ich lange Zeit keine klare Entscheidungen getroffen. Ich überließ es dem Schicksal und nahm alles als Fügung oder Bestimmung an. Daran glaube ich noch immer, aber heute bin ich bereit, Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese Entbehrungen mit sich bringen könnten. Wenn es für mich im Herzen stimmt, dann weiß ich, dass alles so passt wie es ist.
Um eine Änderung zu bewirken, sei es im Essverhalten oder sonstwo, habe ich etwas im vergangenen Jahr klar gelernt: Ich brauche eine Vorstellung von dem, was ich will.
Viele Jahre war ich in der Essstörung gefangen, viele Jahre war ich in einer unglücklichen Beziehung. Während der Zeit war ich deprimiert und dachte immer wieder: „Das will ich nicht.“ Aber ich habe immer an das gedacht, was ich nicht wollte, also blieb ich drin. Erst als ich begann, mir vorzustellen, wie ich es haben möchte, da kam Veränderung.
Ich überlegte, was ich wollte, und dann wie ich dort hinkommen könnte. Und hier sind die 1000 kleine Schritte angesagt. Nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt. Mit jedem Tag kam erneut die Möglichkeit, etwas zu tun.
Mit dem Essen war es mal eine wohltuende Mahlzeit — und darauf folgten viele. Zwischendurch gab es mal einen Rückfall, aber dann dachte ich mir: „Das ist ein Zeichen. Ich muss besser auf mich schauen, dass es nicht dazu kommt.“
Mit der Beziehung war es, dass ich begann, Dinge nicht so persönlich zu nehmen. Unberechtigte Kritik und Vorwürfe ließ ich nicht mehr zu. Ich wiederholte still in mir: „Das hat nichts mit mir zu tun.“
In beiden Fällen entwickelte sich eine Eigendynamik. Jeder Schritt brachte Kraft mit sich und half mir, weiter zu gehen.
Ich habe Gesundheit nicht gepachtet. Auch heute bin ich eine Suchende, sich Entwickelnde, Lernende. Der Weg ist spannend und ich freue mich, weiter zu gehen.
Es klingt recht einfach, ist aber ein langer Prozess. Hinzu kommt, ich nehme mich an so wie ich bin — das ist normal und gut. Ich bin in Ordnung. Meine Eigenheiten und Sonderheiten machen mich aus. Sie gehören zu mir und sind nicht nervige „Fehler“ die ich beseitigen möchte. Ich lerne, mich selbst zu lieben, und bin dadurch immer offener für die Außenwelt und die Menschen um mich.
Ich wünsche Dir viel Glück! Danke für Dein Vertrauen und ich würde mich freuen, wieder von dir zu hören!
vielen dank für deine antwort. ich finde es immer wieder angenehm meine problematik in der anderer personen wieder zu finden, in deinem fall in deiner vergangenen, einfach weil die Bulimie für kaum jmd. nachzuvollziehen ist, der ein verhältnismäßig normales essverhalten besitzt. die leere von der du geschrieben hast kenne ich nur allzu gut, einige stunden alleine zu füllen, ohne auf das essen zurück zu greifen, fällt mir schwer. ich habe mich dank der therapien und einiger erfahrungen, so weit entwickeln können, dass ich normale mahlzeiten zu mir nehmen kann, ohne großartig auf fett und zuckerreduzierung achten zu müssen. dennoch ist die auswahlö der lebensmittel, die ich zu mir nehme stark eingegrenzt und die liste der verbote lang. ich würde sehr gerne wissen, wie normal dein heutiges essverhalten ist und wie lang der weg dahin war. und ob du die erfahrung gemacht hast, dass sich die anzahl deiner essanfälle mit normalisierterem essverhalten automatisch immer weiter reduziert hat?!und kannst du mir sagen, was für dich die größte unterstützung war auf dem weg dahin, dich selber zu akzeptieren, eine schwierigkeit mit der ich mich nur allzu oft beschäftige…eine antwort wäre schön!liebe grüße, janina
Hallo Janina! Mit zunehmend normalisiertem Essen war es tatsächlich so, dass die Essanfälle weniger wurden. Ein Teil von der Motivation für so einen Anfall kam daher, dass ich wirklich am Verhungern war! Als das nicht mehr der Fall war, ging es „nur“ um die innere Leere. Ich lernte, zwischen körperlichem und seelischem Hunger strikt zu trennen.
Da ich nicht gut unter Verboten funktioniere (ich will immer das Verbotene), gab es keine Verbote. Damals war ich Vegetarierin, und ich verwendete keine Mayonnaise, da mir beim Gedanken daran übel wurde. (Ich hatte viel Mayonnaise „misbraucht“.) Ich schaute von Anfang an, dass die optische Menge passte, und nicht so sehr auf den Inhalt. Sechs Jahre später, während der zweiten Schwangerschaft, sagte mir eine Stimme, ich soll Hühnerfleisch essen. Mit den Jahren wurde das ausgedehnt — Fisch, Pute, ab und zu Rindfleisch. Nur Schweinefleisch will ich nicht essen. Ab das ist reine Geschmackssache, kein Verbot.
Die ersten Jahre waren Frühstück und Abendessen ziemlich gleich: 1 bis 2 Scheiben Marmeladebrot in der Früh, Käsbrot am Abend. Ich bin nach wie vor faul und will nicht viel Zeit mit Essensvorbereitung verbringen. Damals wollte ich einfach nicht viel darüber nachdenken.
Da ich berufstätig war, ging ich oft zum Mittag auswärts essen. Ich nahm immer das vegetarische Menü, und musste dadurch auch nicht entscheiden.
Ich weiß nicht genau wie lange es dauerte — vielleicht 6 Monate? — bis ich die Portionen mehr dem Appetit anpasste. Anfangs war es einfach eine Portion und fertig. Ich spürte ja nichts.
Der Weg zur Selbstakzeptanz dauert noch immer an. Immer wieder meine ich, es geschafft zu haben, dann merke ich plötzlich wie ich wieder davor stehe und wieder zu mir stehen muss. Es sind wie verschiedene Ebenen. Und ich merke nach wie vor, wenn ich zu wenig schlafe oder sonst nicht wirklich fit bin, schleicht sich die Unsicherheit durch eine Hintertür wieder ein. Doch hat sich was geändert. Am stärksten merke ich es in Gruppenarbeiten. Ich dränge, dass wir fertig werden, und erinnere immer wieder daran, dass das Ergebnis nicht „perfekt“ sein muss. Also habe ich doch dazu gelernt! Ich gebe immer mein Bestes, was gerade in dem Augenblick geht, wohlwissend, dass es verbesserungswürdig sein kann — aber das ist mir egal.
Eine große Hilfe war die Beobachtung meiner Mitmenschen. Ich merkte, dass andere auch nicht perfekt sind, und gut damit leben. Wichtig war die Vorstellung „gut genug“ zu sein. Anstatt Erwartungen von Perfektion, lernte ich, mein Bestes zu geben — unter den vorgegebenen Bedingungen — und dann loszulassen. Dazu waren meine Kinder eine große Hilfe. Als ich Mutter wurde, war meine Lernzeit massivst eingeschränkt. Ich lernte, was möglich war, und ging zu Prüfungen. Ich war einfach froh, ohne Baby am Arm aus dem Haus zu gehen und etwas „Freiheit“ zu erleben. Da nahm ich die Prüfungssituation gelassener. Im Vergleich zu meinen Kindern, waren sie einfach nicht so wichtig.
Die Gesundheit und das Leben sind beide ein Prozess. Heuer im Oktober ist meine Bulimie/Magersucht 21 Jahre her!!! Doch bin ich noch immer am Weg — so lange ich lebe, lerne ich dazu. Ich habe schon viel in meinem Leben geschafft, aber bin noch lange nicht fertig.
Oh, fast hätte ich vergessen. Mein Essverhalten heute — abgesehen von den letzten paar Monaten, wo alles etwas unregelmäßig war mit Übersiedlung usw. — ist sehr gleichmäßig. Es gibt immer ein Frühstück — nach wie vor liebe ich Brot mit Marmelade, aber pikant (Käs und Gemüse) kommt auch vor, oder Joghurt mit Obst und Müsli. Zum Mittag gibt es öfters Nudeln, Reis oder Kartoffel, mit Gemüse. Abends dann etwas weniger — ein Brot, aufgewärmte Reste — wie gestern, ein Stück Pizza. Ich essen zwischendurch kaum, aber bin in letzter Zeit bemüht, hier und da ein Stück Obst zu essen. Es ist nicht besonders aufregend. Wenn ich zum Kaffee eingeladen bin, esse ich ein Stück Kuchen (oder zwei, falls ich Hunger habe.) Ich esse gern, besonders auswärts, da ich meine Zeit mit anderen Dingen als Kochen verbringen möchte. Doch in letzter Zeit hatte ich öfter Besuch, und da merke ich, dass ich es schon gerne mache. Ich glaube, bisher fehlte die Freude, da mein Mann und ich unterschiedliche Vorstellungen über das Essen haben, und überhaupt bezüglich Freude — aber DAS ist eine andere Geschichte!
Alles Liebe!
Celia
Hallo ihr zusammen
Ich bin gerade auf diese Seit gestoßen, weil ich gerade einen dicken Fressanfall inkl. Kotzen hinter mir habe und total hilflos bin
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Ich hoffe es ist oke, wenn ich ein bisschen von mir erzähle und mir vielleicht der ein oder andere zurück schreiben könnte. Danke schonmal im vorraus.
Also ich bin 16 Jahre jung und schon seit ca. 3,5 Jahren essgestört. Alles hat angefangen mit Magersucht, über Binge-Eating (weil ich da das kotzen noch nicht ausüben konnte ^.^) bis jetzt zum Zu-Wenig-Essen, dann FAs bekommen und kotzen
Letztes Jahr war ich 2 Monate in der Klinik am Korso (die ich zu der Zeit allerdings nicht genutzt habe um gesund zu werden, sondern um abzunehmen, da ich durch die FAs, die drinnengeblieben sind ziemlich zugenommen hatte) :/.
Zur Zeit ist es so, dass ich wenn ich ,,normale“ Tage habe noch viel zu wenig esse – weil ich nach wie vor diese dummen anorektischen Gedanken habe. Ich habe einen BMI von 17.7 und total Angst wieder zuzunehmen… Dann habe ich fast immer wenn ich alleine bin FAs, die ich dann wieder auskotze. Ich weiß auch, warum ich das mache. Ich habe so eine innere Leere in mir, fühle mich so einsam und weiß einfach nichts mit meiner Zeit anzufangen. Dann kommt hinzu, dass ich irgendwie alle meine Freunde verloren habe – Also sitze ich fast Tag für Tag alleine da und werde nicht angerufen : ( Das macht mich so unendlich traurig und ich fange wieder an zu fressen, weil es sozusagen meine einzige ,,Rettung“ ist. Auch wenn ich es mir fest vornehme klappt es nicht. Heute z.B. es ist Sonntag, ich bin den ganzen Tag alleine Zuhause. Ich habe es mir heute Morgen fest vorgenommen – habe es dann auch bis Mittags geschafft. Am Vormittag bin ich das erste mal seit langem wieder Laufen gewesen um ein bisschen rauszukommen und mich abzulenken. Danach wollte ich mir dann was kochen… und dann ist alles wieder ausgeartet weil ich wusste, wie lang der Tag noch sein wird, dass ich eh alleine bin und Fressen jetzt wohl das richtige wäre.
Mir macht einfach nichts mehr Spaß, ich denke dann immer was ich machen könnte (rausgehen, zu meinen Großelter, Hausaufgaben, Hörspiele, Lesen, Pc etc.) Aber ich schaffe es nicht umzusetzen : ( Ich habe quasi dazu noch Depressionen, die alles noch viel, viel schlimmer machen… Naja und das ist immer, wenn ich alleine bin.
Ich lebe mit meiner Mutter alleine – Sie hat mich auch schon zweimal rausgeschmissen… Und im Moment streiten wir uns wieder total oft. Es liegt an mir, das weiß ich , ich bin einfach total respektlos ihr gegenüber, kacke sie wegen jeder Sache an und das macht sie unglaublich fertig. Sie hat gesagt, wenn sie mich noch einmal beim Kotzen erwischt, dann bin ich draußen und zwar ENDGÜLTIG. Ich weiß, dass sie es machen wird. Deswegen kotze ich immer heimlich, mache alles blitzeblank und trotzdem bleibt die große Angst, dass sie es merkt und ich ausgeliefert bin. Auch wenn ich weiter abnehme, will sie mich in eine Tagesklinik stecken. Ich muss also lügen, lügen und nochmal lügen und es tut so unendlich weh.
Ich will da endlich raus, ich bin ja noch so jung und vergeude hier meine ganze Jugend. Das einzige, was mir noch bleibt, ist mein Freund, mit dem ich nun schon seit einem halben Jahr zusammen bin. Ich wusste vorher nicht, dass es sowas tolles gibt. Er macht mich total glücklich, versucht mir zu helfen… Aber ich bleibe in meinem Teufelskreislauf hängen.
Was kann ich machen? Ich bin so ratlos…
Ich fange jetzt auch wieder eine neue Therapie an … aber bisher haben mir Therapien nicht wirklich was gebracht. Ich glaube, ich bin die einzige, die mir helfen kann :/ Ich will nicht mehr.
Liebe Grüße,
Maya
Liebe Maya,
Danke für deine Post! Du hast sehr viel geschrieben. Manche Dinge erinnern mich an meine Jugend — ich habe endlose Tage mit FA & kotzen verbracht, und im Nachhinein fiel mir immer ein, was ich statt dessen hätte machen können. Aber in dem Moment bist du einfach gefangen, wie verzaubert.
So viel ich weiß, ist 17,7 BMI ziemlich wenig. Ich glaube ich habe um die 19 und bin ziemlich schlank. Also kann ich mir vorstellen, dass dein Körper (wie auch deine Seele) am Verhungern ist! Dann ist es fast nicht zu vermeiden, dass du ein FA hast. Der Körper will überleben!
Meine Tochter ist auch 16 Jahre alt — sie hat keine Essstörung, aber ist auch sehr respektlos und schreit mich an usw. usw. Ich glaube, fast jeden Tag denke ich heimlich daran, sie rauszuschmeißen. Aber ich liebe sie. Deine Mutter liebt dich auch. Sie ist hilflos und es macht sie wahrscheinlich sehr zu schaffen, dir in deinem Leid zu sehen und nichts dagegen tun zu können.
Du bist nicht die einzige, die dir helfen kann. Aber du bist die einzige, die diese Hilfe annehmen kann. Wenn du bereit bist, dann kann es funktionieren. Vorher nicht.
Du kannst dich gegen eine Therapie wehren — vielleicht auch aus Angst vor Ablehnung, Angst dich ihnen zuzumuten. Du bist ok, genau so wie du bist. Du hast eine Störung, die dir möglicherweise hilft, mit etwas fertig zu werden, weil dein Leben sonst außer Kontrolle geraten ist. Das kann ich nur erraten, weil es mir ähnlich gegangen ist. Ich fühlte mich hilflos und ausgeliefert, und bildete mir ein, zumindest hätte ich über das Essen und über meinen Körper die Kontrolle. Natürlich nicht. Ich versuchte, die Kontrolle zu bekommen, und diese Beschäftigung war sehr nützlich — sie lenkte mich zumindest ein bisschen von der unmöglichen Lebenssituation ab.
Als Jugendliche sprach ich mit Psychologinnen, aber ich erzählte gar nicht von meinem Essproblem. Ich wollte sie lieber schonen, nicht schockieren! Total verrückt, sehe ich jetzt. Sie wären für mich da gewesen!
Auf deine Frage: „was kann ich tun?“ kann ich dir keine Antwort geben, die du nicht schon selber weiß. Therapie ist gut, aber du musst dich sehr wohl fühlen und dich darauf einlassen können. Damals hatte ich ein schlechtes Gewissen. Ich wollte nicht, dass die anderen meinetwegen leiden oder Unannehmlichkeiten habe. Dabei wurde mir erst später klar, wie sehr ICH in Not war. Und meine Not war nicht selbst verschuldet, doch gab ich mir die Schuld. Sehr kompliziert.
Aber ich höre jetzt auf und hoffe, wieder von dir zu hören.
Ich schicke dir eine Umarmung!
Alles Liebe,
Celia
Hallo alle zusammen!
In euren Artikeln finde ich mich wieder – ich habe zwar nie gekotzt, wohl wahr aber versucht – es gelang mir nie. Anstatt habe ich mich mit Abführmitteln und anfangs auch Hungertagen „vergewaltigt“. Einfach eine andere Form der Bulimie.
Auch ich kenne diese Tage der endlosen Fressanfälle und des endlosen Nicht-Essens. Das war vor ca. 1 Monat noch aktuell. Seit ca. 3 Monaten befinde ich mich in psychotherapeutischer Behandlung und jetzt geht es mir seit einem halben Monat immer besser. Ich brauche das „Fressen“ nicht unbedingt mehr. Es ist, als würde langsam die Sonne durch die Wolken brechen und das nach einem langen, schweren Unwetter voll fressen, abführen, hungern und Depressionen.
Und jetzt möchte ich allen den helfen, die meinen, sie schaffen das nicht – denn wir alle wissen wie es uns ergangen ist bzw. ergeht. Es ist schrecklich – dieser Teufelskreis. Also ich kann euch mit bestem Gewissen Tipps geben, diesem Teufelskreis zu entkommen – zumindest haben diese mir geholfen bzw. helfen mir:
+ unbedingt psychologische Behandlung annehmen – es wirkt Wunder, ihr werdet sehen
+ gebt euch nicht mit Leuten ab, die euch und eure Krankheit nicht verstehen können oder wollen: Meine Mutter war Alkoholikerin und ist vor 5 Jahren verstorben. Als nun mein Vater erfuhr, das ich krank bin, hat er mich ständig geschimpft und zu mir gesagt ich solle mich benehmen und „einfach“ normal essen. Ich sei genauso blöd wie meine Mutter damals und ich werde es NICHT schaffen. Genau das hat er zu mir gesagt! Gott sei Dank wohne ich nicht mehr zu Hause, ich habe ihn freundlich gebeten, meine Wohnung zu verlassen und nicht mehr zu kommen!
Denn der sagt mir sicher nicht, dass ich es nicht schaffen werde. Fakt ist: Solche Menschen können euch nicht helfen, lasst sie einfach und wendet euch erst wieder an diese Personen, wenn ihr meint, ihr seit bereit dazu! Solche Leute fördern eure Genesung nämlich gar nicht! Auch ich werde mich wieder mit ihm versöhnen, aber derzeit kann er mir echt gestohlen bleiben!
+ Es ist wichtig wenn ihr eine Bezugsperson habt, der ihr völlig vertraut und die euch gut zuredet – und dass ihr dieser Person auch alles erzählen könnt. Bei mir ist das mein Freund. Er trägt mich auf Händen, auch wenn ich ihn ab und zu mies behandelt habe. Er hilft mir sehr und lenkt mich ab
. Ich hoffe ihr habt zumindest eine einzige Person?
+ Beginnt euch langsam wieder von der Isolation zu befreien. Trefft euren Freundeskreis wieder – und vorallem trefft euch nur mit den Leuten, die ihr möchtet! Mein „Freundinnen“ (vorher zumindest) konkurrieren auch ständig gegeneinander wegen dem Gewicht und wer wohl nicht schlanker ist als die andere – das interessiert mich nicht mehr. Ich habe mich von ihnen abgewendet, habe aber wieder begonnen mit meinem Freund und seinen Freunden und deren Freundinnen auszugehen. Die sind alle supernett und habe ihnen auch mein Problem geschildert – sie haben mir alle total nett zugeredet und da gibt es auch noch andere Gesprächsthemen außer das Gewicht – eigentlich nur andere
.
Ihr müsst ja nicht gleich 2x am Wochenende fortgehen, aber einfach wieder langsam damit beginnen – es hilft euch echt!
+ Beginnt regelmäßig zu essen. Versucht eure Ernährung langsam umzustellen. Obst und Gemüse mehr einbauen. Ich zB esse 3x am Tag, zähle keine Kalorien (mehr) und trinke viel. Auch mir passieren diese Essanfälle noch ab und zu – da lach ich dann drüber (nachdem ich mich doch geärgert habe) und beginne einfach am nächsten Tag wieder ganz normal mit meinem Frühstück! Fertig! Je besser ihr das akzeptiert und euch „erlaubt“, desto uninteressanter wird es.
+ Jetzt wo ich noch daheim bin (bin deshalb in Krankenstand gegangen), lenke ich mich in kritischen Situationen mit dem Ferseher ab oder steige in mein Auto, drehe meine Lieblings-CD lautstark auf und fahre durch die Gegend. Also bei mir wirkt das Wunder. Ich kann da super nachdenken oder auch Frust rauslassen. Ansonsten, wenn ihr diese Möglichkeit nicht habt, ruft sofort eure Bezugsperson an. Ich erzähle meinem Freund dann immer, dass ich einen „kritischen Moment“ habe und er hilft mir immer oder kommt heim zu mir.
+ … und versucht doch mal euch zu akzeptieren. Macht euch morgens vor dem Spiegel schön, zieht was Gemütliches an. Auch wenn ihr vielleicht etwas mollig seit. Aber wenn ihr wieder gesund seit, dann könnt ihr – falls ihr das noch wollt – immer noch abnehmen, und zwar GESUND, also nicht mehr mit Abführmittel oder kotzen… sondern mit gesunder Ernährung und nicht allzuviel naschen.
+ Betreibt keinen Sport, weil ihr meint ihr MÜSST! Das ist wieder nur ein Zwang, genauso wie eure Bulimie (Zitat von meiner Psychologin). Man muss gar nichts – außer sterben. Ich selbst bin total unsportlich. Warum soll ich es machen, wenn es nicht mein Hobby ist?? Ich singe viel lieber!
Das Einzige was ich GERNE mache, ist, spazieren zu gehen mit meinem Süßen oder kurze Strecken (zum Einkaufen zB) mit dem Rad fahren. Und wer weiß, vielleicht überkommt es uns ja irgendwann doch noch mal, aus Freude!
+ Eure Essstörung unterliegt einem psychologischen Problem: Arbeitet ihr das Problem auf, vergeht auch die Essstörung langsam aber sicher. Deshalb unbedingt in Behandlung gehen. Gleichzeitig wird euer Selbstvertrauen wieder gestärkt.
Ich hoffe meine Tipps sind euch etwas behilflich. Und ich wünsch uns allen, dass wir bald wieder glücklich und gesund werden!
Liebe Grüße Rosi
Hallo Rosi!
Ich gratuliere dir zu deinen vielen Fortschritten! Deine Tipps sind umfassend und bestimmt hilfreich. Das ist es genau: destruktive Leute meiden, unterstützende Personen möglichst um sich haben oder zumindest erreichen können (am besten Tag und Nacht!), 3 Mal täglich essen, keine Kalorien zählen, Bewegung nur wenn es Spaß macht, liebevoll zu sich selbst sein, Ausrutscher verzeihen, und psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen. Wunderbar!
Du bist schon sehr weit und ich muss sagen, deine Einsicht hat mich ein bisschen überrascht, da die Gesundung recht „frisch“ ist. Du hast dich gründlich mit dem Thema auseinandergesetzt, und es klingt für mich durch, dass du unbedingt gesund sein willst. Das ist der Schlüssel und ich bin mir sicher, dass du auf dem besten Weg bist! Ich freue mich sehr für dich! Viel Spaß beim Singen!
Alles Liebe!
Celia
hey an alle

ich hatte gerade eben selbst einen fressanfall..insgesamt hab ich heute 6000kalorien zu mir genommen ,vorhin hab ich versucht alles rauszukotzen ,aber ich schaff nie alles. Ich bin 15jahre alt und ich weiß nicht warum ,aber ich muss immer essen..Ich hab mir deinen Post durchgelesen und kann echt genau nachempfinden wie du dich fühlst. Ich fühl mich auch irgendwie leer,traurig,einsam,verzweifelt. Jeden Tag sage ich mir : Heute schaffst du es! Aber jeden Tag ess ich einfach sinnlos drauflos .Alles was gerade da ist ,egal ob ich es überhaupt mag. Ich hab in letzter Zeit auch echt viel zugenommen. Mein BMI ust jetzt ungefähr 24 *schäm*
Doch leider hab ich das bisher niemandem gesagt ..meine mutter weiß,dass ich abnehmen will ,doch was sie nicht weiß das ich oft breche aus Verzweiflung und Reue… Sie würde mich aber auch überhaupt nicht verstehen ..sie denkt alles ist nur eine pubertäre Phase … Ich werde mir jetzt einen Koffer packen ,der mich ablenken soll wenn es wahrscheinlich morgen wieder so weit ist..ich hoffe das hilft. Doch mit einer freundin kann ich leider nicht darüber reden ..naja..vielleicht bring ich irgendwann die kraft und den mut auf es jemanden zu sagen ,vlt. höhrt der ganzen scheiß dann auf…
Es war schön zu lesen wie andere darüber denken und damit umgehen ..und ich wünsche allen hier ,dass sie es schaffen aus der Essstörung rauszukommen
lg Corni
Hallo Du! Immerhin hast du mir geschrieben und von dir erzählt. Das ist schon ein mutiger Schritt!
Mütter schwanken immer zwischen „sich sorgen machen“ und „pubertärer Phase“. Es ist schwierig — eine Mutter will nicht gleich hysterisch oder krank vor Sorge werden, doch ist sie aufmerksam.
Du bist auf deinem Weg und ich bin mir sicher, du wirst einen Weg finden, zu dir zurück zu finden.
Es gibt Beratungsstellen für Essstörungen. Oft sind sie kostenlos. Geh mal hin, oder ruf mal an. Die Essstörung verschwindet fast nie von allein.
Alles Liebe!