Man kann nicht mit ihnen leben, aber auch nicht ohne sie. Keine Sorge! Ich habe nicht vor zu predigen. Meine Charakterfehler habe ich bis jetzt auch nicht überwunden.
Heute will ich mir Neid, Eifersucht und Selbstmitleid unter die Lupe nehmen. Ich gehe nicht ins Detail. Sagen wir einfach, ich kenne alle drei besser als mir lieb ist. Aber immerhin gebe ich zu, dass ich sie gut kenne! Woher kommen diese Gefühle? Ich fühle mich betrogen, minderwertig, übertroffen, dass ich am falschen Ort zur falschen Zeit war.
Heute erinnere ich mich an das große Bild des Lebens – daran, dass jede von uns ihre Bestimmung hat, die sie erfüllen wird. Auch wenn der Planet etwas überbevölkert ist, dennoch gibt es für jeden eine individuelle Bestimmung. Ist das nicht beeindruckend?
Nur für heute bete ich um die Bereitschaft, loszulassen. (Schon wieder das ewige Thema Loslassen – hat das kein Ende?!?) Ich bete für die Bereitschaft zu vertrauen, dass alles so ist wie es sein soll. Diejenigen, die dort sind wo ich gerne sein möchte bzw. das erreicht haben was mir noch vorschwebt, die haben ihr Lehrgeld bezahlt. Anstatt mich selbst zu bedauern oder auf ihre Unterstützung eifersüchtig zu sein, kann ich ihr Beispiel als Ermutigung annehmen. „Wenn sie das können, dann schaffe ich es auch!“
Heute vertraue ich, dass ich genau dort bin, wo ich sein soll. Mein Weg ist einzigartig. Auch wenn der Weg einer anderen attraktiver erscheint, ist meiner genau richtig für mich. Im Gegenteil – es zeigt deutlich, dass es mehr als nur einen Weg gibt und ermutigt mich, kreativ zu sein.
Das ist es, was ich sagen will. Für diejenige von euch, die etwas neugierig sind, sage ich nur: Denke nicht einmal für eine Sekunde, dass es etwas mit meiner großen Heldin zu tun hat! Ich bewundere sie nur. Nein, die Motivation für diese Überlegungen hat in ganz banalen, alltäglichen Sachen ihren Ursprung. Ich bin ja auch nur ein Mensch!