Am Montag beendete ich eine Kurztherapie von ca. 6 Monaten. Ja, auch wenn man gesund ist, kann eine unterstützende Therapie in schwierigen Zeiten hilfreich sein. Nach einem netten, ermutigenden Abschlussgespräch, machte ich mich auf den Weg. Da ich nicht kochen musste, beschloss ich eine Kleinigkeit essen zu gehen.
Ich ging in ein Lieblingslokal und bestellte eine meiner Lieblingsgerichte: Huhn aus dem Wok mit Curry-Kokos Soße und Reis. Gedankenverloren aß ich. Es schmeckte irgendwie anders, aber dennoch gut. Als ich die Rechnung bekam, staunte ich nicht schlecht, dass es 3 Euros zu viel kostete. Die Kellnerin und ich schauten gemeinsam auf die Karte und klärten das Missverständnis: Ich hatte Wok Huhn in Teriyaki Soße mit Glasnudeln und Ananas gegessen! Kein Wunder, dass es komisch schmeckte!
Die Enttäuschung war groß. Ich hatte mich auf das gute Essen gefreut, und außerdem nicht so viel ausgeben wollen. Der Besitzer wollte mir die 3 Euros geben aber ich winkte ab. Das andere Essen war ja gut. Nächstes Mal lädt er mich auf einen Kaffee ein. Auch gut.
Diese absurde Geschichte bringt mich zum Lachen. So ist es, wenn die Gedanken ganz woanders sind – dann nehme ich die gegenwärtige Situation nicht wahr. Nicht Mal Fehler oder Unstimmigkeiten merke ich, bis es zu spät ist. Oder, wie diesmal, ich bekomme nicht das, was ich bestelle! Das ist ein Mini-Ereignis auf der Richterskala, aber ein guter Hinweis, dass ich aufpassen soll. Übrigens, am darauffolgenden Morgen passierte der Radunfall. Ob da ein Zusammenhang besteht? Unachtsam und Gedankenverloren war ich.